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| Seehunde gehören zur Familie der Flossenfüßer und haben sich, wie diese vom Landraubtier zum Wasserbewohner entwickelt. Alle vier Beine wurden im Laufe der Evolution zu Flossen umgewandelt. Seehunde bilden eine relativ junge Tiergruppe, die erst aus Ablagerungen, welche 15 mio. Jahre älter als die des Grammer Tones sind, bekannt ist. Die Seehundknochen, die man vom Grammer Ton her kennt, unterscheiden sich kaum von den heute lebenden Exemplaren. Anatomisch sind also nur sehr geringe Veränderungen im Laufe der letzten 5 -10 mio. Jahre passiert. |
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Zu Zeiten des Grammer Meeres haben jedenfalls zwei Seehundarten in der Gegend gelebt: Eine in der Größe einer Bartrobbe und eine in der Größe einer Grönlandrobbe. Möglicher Weise stammen die Seehundknochen gar von mehreren Arten. Leider ist das gefundene Material recht spärlich, und da es noch nicht von einem Experten untersucht worden ist, bleibt dies also in Frage gestellt. Die Knochen, die bislang im Ton gefunden wurden, gehören - abgesehen von zwei Exemplaren (Penisknochen) - zu den Extremitäten der Seehunde und man kann sich nur darüber wundern, dass nie Schädel, Wirbelknochen oder Zähne eines Seehundes gefunden wurden. Fast alle Seehunde leben heutzutage in den kühleren Teilen der Weltmeere. Unser Wissen über die Seehunde aus der Grammer Gegend ist noch zu gering, um beurteilen zu können, ob auch diese kalte Regionen brauchten, um optimal leben zu können. |
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